Welche Neuerungen bringt die zweite Phase des Fixkostenzuschusses?

Gefördert werden die laufenden Fixkosten aus einer operativen inländischen Tätigkeit, die bei einem Covid-19-bedingten Umsatzausfall von mindestens 30 % angefallen sind. Es können Zuschüsse für bis zu sechs zusammenhängende Monate im Zeitraum 16. Juni 2020 bis 15. März 2021 gewährt werden. Die Antragstellung für Phase 2 ist bis 31.08.2021 möglich.

Was sind Fixkosten im Sinne der Richtlinien?

  • Frustrierte Aufwendungen: Aufwendungen, die nach dem 1.6.2019 und vor dem 16. März 2020 konkret als Vorbereitung für die Erzielung von Umsätzen, die im Betrachtungszeitraum realisiert werden sollten, aber aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und der dadurch verursachten wirtschaftlichen Auswirkungen nicht realisiert werden können, wirtschaftlich verursacht wurden (endgültig frustrierte Aufwendungen); ausgenommen von diesen Aufwendungen sind Rückstellungen und außerplanmäßige Abschreibungen; der Nachweis dieser Aufwendungen kann auch in vereinfachter Form durch das pauschale Heranziehen von branchenspezifischen Durchschnittswerten erfolgen;

Frustrierte Aufwendungen können rückwirkend für Betrachtungszeiträume, die für Phase 1 des Fixkostenzuschusses gewählt wurden, geltend gemacht werden. Es darf dabei aber nicht zu einer doppelten Geltendmachung von Fixkosten in Phase 1 und 2 kommen.

Welche Fixkosten sind in Phase II weiters begünstigt?

Sämtliche Fixkosten, die auch bereits im Rahmen der Phase I des Fixkostenzuschusses für einen Zuschuss berechtigten, sind auch in Phase II als begünstigte Fixkosten vorgesehen, wobei bei einzelnen Kostenarten zusätzliche Klarstellungen erfolgten (zB Gleichstellung Gesellschafter-Geschäftsführer mit Unternehmerlohn, was bisher lediglich in den FAQ klargestellt war).

  • Geschäftsraummieten und Pacht 
  • Absetzung für Abnützung
  • fiktive Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter
  • betriebliche Versicherungsprämien
  • Zinsaufwendungen
  • Leasingraten (wenn für das geleaste Wirtschaftsgut die AfA bzw. fiktive AfA geltend gemacht wird, der Finanzierungskostenanteil der Leasingraten)
  • nicht das Personal betreffende Aufwendungen für sonstige vertragliche betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen
  • betriebliche Lizenzgebühren
  • Zahlungen für Strom/Gas/Telekommunikation
  • Personalkosten, die für die Bearbeitung von Stornierungen anfallen
  • Kosten eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Bilanzbuchhalters in Höhe von Euro 500 (sofern unter Euro 12.000 beantragt wird)
  • Wertverlust von mindestens 50% bei verderblichen oder saisonalen Waren

Wie berechnet sich die Förderhöhe in Phase 2?

  • Option 1: Quartalsweise Betrachtung: Der Unternehmer wählt das 3. und 4. Quartal 2020 oder das 4. Quartal 2020 und das 1. Quartal 2021 für den Umsatzvergleich mit den entsprechenden Quartalen des Vorjahres.
  • Option 2: Monatsweise Betrachtung: Aus neun monatlichen Betrachtungszeiträumen zwischen 16. Juni 2020 und 15. März 2021 sind sechs auszuwählen, die zeitlich zusammenhängen.Wenn bereits in Phase 1 beantragt wurde, müssen die gewählten Betrachtungszeiträume an die Phase 1-Betrachtungszeiträume direkt anschließt

Der Zuschuss in Phase 2 berechnet sich linear und nicht mehr in Stufen. Beispielsweise werden bei 85% Umsatzausfall 85% der Fixkosten ersetzt.

Obergrenze des Zuschusses: 5 Mio. Euro

Wie wird der Fixkostenzuschuss Phase 2 beantragt?

Die Beantragung erfolgt wie bei Phase 1 über FinanzOnline.

Wie erfolgt die Auszahlung in Phase 2?

Die Auszahlung erfolgt in 2 Tranchen:

  • die erste Tranche kann ab 16. September beantragt werden und umfasst 50% des voraussichtlichen auszubezahlenden Betrages.
  • die zweite Tranche kann ab 16. Dezember beantragt werden.

Für die Beantragung der ersten Tranche sind Umsatzausfall sowie Fixkosten bestmöglich zu schätzen.

Quelle: https://www.wko.at/branchen/b/tourismus-freizeitwirtschaft/reisebueros/FixkostenzuschussPhase2-.html